Soeben lese ich eine Pressemeldung (pressetext.com) mit der Überschrift: “A&O Hostels: Sexistische Werbung erzürnt Gemüter – Beschwerden nehmen massiv zu …” - schaue das Bild dazu an und … wundere mich.
Klar, Motto und Motiv hätten besser zu einem Haus gepasst, das Sex für Geld offeriert. Aber sich darüber aufregen – finde ich blöd. Sollte sich eine Frau davon negativ angesprochen fühlen, dann ist es eher ein Problem der Frau. Sollte sich niemand davon angesprochen fühlen ist es eher ein Problem des Werbers bzw. der Werbeagentur.
Noch einmal zur Meldung: “Die Zahl der Beschwerden von Verbrauchern über sexistische oder gar gewaltverherrlichende Werbeanzeigen nehmen massiv zu und rufen immer mehr Branchenkritiker auf den Plan. Vor allem die jüngste Werbung der Hotelkette A&O Hostels erzürnt die Gemüter. Um für die durchgehenden Öffnungszeiten zu werben, ließ die Firma auf Postkarten den Unterleib einer Frau im Bikini abbilden. In der Höhe des Schambereichs kann der neu mit der Kampagne anzusprechende Konsument dann die Aufschrift “24 h open” lesen. Zusätzlich verspricht der Bildrand “sexy Preise”.”
Ich würde gerne mal diese “Verbraucher” sehen. Was haben die für eine verklemmte Moral, wenn sie bereits SOWAS aufregt. (weiterlesen…)
Wer kennt nicht Finsdorf? Ok, noch kennt es kaum jemand, aber bald. Denn Finsdorf ist der neue Arbeitsplatz eines gewissen Herrn Stromberg. Finsdorf ist ein Heidestädtchen, und wenn man die Homepage gesehen hat, will man da nicht hin. Eine unmögliche Gemeindeseite? Nöö, natürlich eine reine Pro7-Gemeinde. Denn die vierte Stromberg Staffel mit Christoph Maria Herbst steht kurz bevor …
Geniale PR ist das und es lohnt sich – für ein bißchen Spaß - in die Homepage zu schauen! (Klick mal die Grafik!)
Trotz des grau-braunen Herbstwetters: die Farbe, die dominiert ist grün. Nicht unbedingt in der Mode, dafür aber bei sehr vielen anderen Produkten des täglichen Lebens. Waschmittel, Putzmittel, Strom, Cremes, Limonade, alles ist im Einklang mit der Natur. Man hat schon fast ein schlechtes Gewissen noch Fahrrad zu fahren, so großartig sind die neuen Autos anscheinend fürs Klima. Schön, dass man wieder mit gutem Gefühl einkaufen kann. Jedenfalls, wenn man der Werbung glaubt.
So der Anfang eines Berichtes des NDR-Medienmagazins “ZAPP”. Beispiel? „Eigentlich müsste endlich mal jemand etwas für den Klimaschutz tun“ hört sich an nach Greenpeace, ist aber Original RWE Werbung. RWE, dem Konzern, der mit Kohlekraftwerken die Umwelt verpestet. Und auch die anderen Energiekonzerne schmücken sich in ihren Kampagnen mit schönen Naturbildern, blauem Himmel und intakten Bäumen, statt mit qualmenden Schornsteinen.
Aber nicht nur Energieliefernaten machen auf öko, denn grüne Werbeversprechen fürs gute Gewissen sind groß in Mode.
VW prahlt in der Werbung: „Man kann auf die Abgasnormen der Zukunft warten oder sie bereits heute erfüllen“ – was man natürlich nicht tut. Und so geht es quer ducrh die Branchen – insbesondere jenen umweltverschmutzenden – man lügt sich grün, das es eigentlich bestraft werden müsste.
Magazini empfiehlt Lesern, die sich ungerne dumm kaufen lassen, alles Nähere zur Thematik bei ZAPP nachzulesen - hier geht’s zum Text. Bequem kann man sich das Ganze auch als Video anschauen – hier geht’s zum Video.
Gelesen / gesehen? Da bekommt man doch schnell die Wut, oder?! (weiterlesen…)
2005 dachte sich die TAZ – bzw. deren Werbeagentur – einen feinen Spot aus, um die Unterschiede zwischen ihrem Produkt und der Bild anhand eines typischen Boulevardblatt-Käufers klarzumachen. Der Bildleser hat Bauch und trägt Jogginghose – weiß doch eh jeder von uns, oder? Der Springer-Verlag fand das gar nicht lustig und ließ die Werbung umgehend stoppen. Danach kam ein langer Rechtsstreit. Während sowohl das Landesgericht als auch das OLG Hamburg Springer Recht gaben, urteilte jetzt der Bundesgerichtshof in letzter Instanz: Alles korrekt! Der Satirespot gebe niemanden der Lächerlichkeit preis, der durchschnittliche Verbraucher sei an satirische Werbung gewöhnt. Die Prozesskosten muss Springer tragen. Und das für nur eine Minute Spot! Den schaut mal jetzt!
Wer hätte gedacht, dass Yahoo dermaßen flüssig ist. Von Geld für Werbung ist die Rede. 100 Millionen Dollar wird Yahoo’s Medienkampagne “It’s you” kosten. Unter anderem gekostet hat folgender Werbespot, der zuerst in Großbrittanien und in Indien ausgestrahlt werden wird. (Ob er in Deutschland auch zu sehen sein wird, ist nicht bekannt. Ist auch eher unwichtig.)
Die User sollen Yahoo als Zentrum ihrer Online-Aktivitäten begreifen. Yahoo hat dafür unter anderem sein Mail- und Messenger-System umgemodelt und sich eine neue Homepage verpasst und eine Suchdienst-Kooperation mit Microsoft geschlossen. Na ja – und startet nun mit PR in Internet, Fernsehen, Radio und Printmedien.
Kommentarlos nun die Präsentation eines Spots zur Bundestagswahl am 27.09.09. Mehr sollte nicht verraten werden, weil es so spannender ist. Bis zu Ende schauen!
AIDS ist übel und man kann nicht oft genug daran erinnern. Es gibt bekanntlich genug Dummies auch in unserer Gesellschaft, die meinen, sie könnten auch ohne Gummi wild in der Gegend rumvögeln. Alle 15 Sekunden stirbt auf unserem Planeten ein Mensch an den Folgen des Virus. AIDS ist so gesehen ein Massenmörder. Nun hat man AIDS ein Gesicht gegeben. Beziehungsweise drei Gesichter und ein Video gedreht.
Dieses HIV-Aufklärungsvideo mit Hitler, Stalin und Saddam Hussein stößt bei Aids-Verbänden auf herbe Kritik. Gestoppt wird die Kampagne jedoch nicht. “Dieser widerliche Spot (…) verhöhnt alle Opfer des Nationalsozialismus und setzt HIV-positive Menschen mit Massenmördern gleich”, sagte Aids-Hilfe-Sprecher Carsten Schatz am Dienstag in Berlin.
Ich weiß nicht, ob es gleich Opferverhöhnung ist und ob hier etwas gleichgesetzt wird. Sicher kann man es so interpretieren, obwohl ja eigentlich die Intention, nämlich krass zu warnen, klar sein dürfte.
Mich stößt die Fresse Hitlers einfach nur ab und ich will die einfach nirgends sehen – so simpel kann es sein. Hitler erregt Brechreiz am laufenden Band und ich werde eher impotent beim Anblick eines solchen Bildes. Vielleicht ist ja auch das gewünscht? Kein Sex – kein Aids. Allerdings kann man so gesehen davon ausgehen, dass jede Menge Neo- und Alt-Nazis geil werden und sich wie übles Unkraut fortpflanzen. Ekelhaft. Alles ekelhaft!
Eigentlich beinhaltet Magazini Themen zu Politik, Umwelt, Religion, Itzehoe. Wie passt da denn Nutella rein? Weil es zumindest drei Themenbereiche berührt.
Ich habe das Produkt “Nutella to go” erstmals bei SKY Itzehoe in der Edendorfer Str. an der Kasse gesehen. Und beim Betrachten der Verpackung wurde mir speihübel. Dachte ich doch an Pommes mit Schokolade. Andere mögen bei dem braunen Brei an Schlimmeres denken! In Kinderaugenhöhe platziert betrachte ich das als visuelle Umweltverschmutzung für die Kleinen oder für die Eltern, die auf ordentliche Ernährung ihrer Lütten bedacht sind.
Immerhin sind hier 24% Fett drin (siehe hier) – obwohl: im normalen Nutella sind’s 30% Fett (siehe hier). Und Fett macht – na was wohl? – fett eben. Denke ich also an all die dicken Kinder und Jugendlichen, die jetzt schon Großraumlimousinen brauchen, um ungequetscht zur Schule gefahren werden zu können. Mit “Nutella to go” werden es sicher nicht weniger (auch wenn natürlich nicht Nutella an allem Übergewicht schuld ist!).
Der Konsolidierungsprozess unter den deutschen Drogeriemärkten geht weiter. Die Nummer drei der Branche, Rossmann, übernimmt die Mehrheit am norddeutschen Konkurrenten Kloppenburg, der auf rang sechs liegt.
So (manager-magazin) oder anders las man in den Wirtschaftsmeldungen 2008.
Während mir lange Zeit gar keine Werbung Kloppenburgs in die Hände fiel, fällt sie mir nun jedes Mal heftiger ins Auge. Nicht, weil mich der Inhalt interessieren würde, vielmehr ist es ein Kästchen auf der Vorderseite
So oder anders las man in den Wirtschaftsmeldungen 2008.Während mir lange Zeit gar keine Werbung Kloppenburgs in die Hände fiel, fällt sie mir nun jedes Mal um so heftiger ins Auge. Nicht, weil mich der Inhalt interessieren würde, vielmehr ist es ein Kästchen auf der Vorderseite , oben rechts. “Nur hier bei uns” steht da. Also nicht bei Rossmann, steht ja auch nicht Rossmann drauf. Oder nur in Itzehoe? Jedenfalls in Itzehoe in der Feldschmiede 13! Welcher Itzehoer (weiterlesen…)