Das war eine DER Meldungen dieser Tage: “Unser Landesvater” Carstensen hat keine Lust mehr auf Koalitionieren mit Stegners SPD. Auf den ersten Blick verständlich, schaut man sich das ewig grimmige Gesicht von Ralf Stegner an. Dagegen wirkt der Kopf von Harry wie der eines gemütlichen Bauern, der ab und an mal zur See fährt. Macht er nicht. Er fährt zwar in schwerer See und stellt sich dabei bäuerlich rustikal an und auf sympatisch macht er natürlich für die potentiellen Wähler. Die will er gerne Ende September an der Urne sehen, damit er anschließend wieder Ministerpräsident von Schleswig-Holstein sein darf. Machtgierig sind die ja wohl alle irgendwie …
Warum nun soll der Landtag am selben Tag wie der Bundestag gewählt werden? Und ist alleine mangelnde Männerfreundschaft Schuld am Koalitionsdesaster?
Tatsache ist, dass Carstensen als MP nicht Erinnerungswertes zustande bekommen hat. Tatsache ist, dass dennoch viele CDU und damit Harry wiederwählen, weil sie glauben, nur so die tiefen Mundwinkel Stegners nicht mehr sehen zu müssen – deshalb besser nicht SPD wählen.
Nochmals Schlafpolitik a la Carstensen NEIN DANKE meint Magazini! Und deshalb an dieser Stelle zwei Meldungen, die interessant für Harry und Peter Wähler sein dürften – sozusagen als Abschreckung! Weitere werden nachgereicht werden.
Ich kann mir nicht helfen, aber mir geht irgendwie das (nicht vorhandene) Messer in der Hosentasche auf, wenn ich den Artikel über das großartige Jagdglück unser heimischen Grünröcke mit alberner Feder am Hut lese. Am 16.05.09 musste ich mir den Text antun, der sogleich das Frühstück im Halse klemmen ließ. Über 15.000 Tiere hat man zur Strecke gebracht und feiert das mit Medaillenverteilung an die Schießwütigsten. Dann gab es noch ein Foto zum After-Schlachtfest .Darauf zu sehen laut Bilduntertitel: ” … Die Kreisbläsergruppe verbläst die Strecke” – was auch immer dieser Blödsinn soll. Damen und Herren blasen – nebenbei bemerkt für Modefreaks – in zünftigem Nachkriegsgrün gekleidet.
Leider keine Bilder sind zu sehen von einem ebenfalls zünftigen Saufgelage, an deren Ende die Aussprache von “Elster” und “Hermeline” für Aussenstehende nicht mehr übersetzbar klingt. Auf der 3 Promillefahrt nach Hause könnte man so gleich das nächste Tier erlegen. Aber möglicherweise habe ich da nur ein Klischee im Kopf.
Ist ja nicht so, dass alle Jäger/innen blutrünstige Killermaschinen sind. Klingt aber so, wenn man das Gehabe um ihre Taten hört und liest. Jäger/innen treten auch eher selten als Aktivtierfreunde ins Auge. Auch wenn diese bewaffneten Waldwichtigtuer sich gerne als die Naturschützer schlechthin bezeichnen. Hinter der harten Schale stecken aber meist eher konservative Gemüter mit christlich orientierter Politorientierung. Und diese Spezies hält den Menschen für die Krönung der Schöpfung gemäß Kurzgeschichtensammlung Bibel, was manche als Freifahrtschein zur Untertanmachung vierbeiniger Gesellen begreifen.
Ehrlich, fast 3000 Rehe hat man gekillt! Wer hätte gedacht, dass es überhaupt so viele Mitglieder dieser Spezies im Kreis Steinburg gibt? Weil ich immer seltener gewisse Tiere sehe - obwohl ich ausgedehnt im Grün unterwegs bin – erscheint mir manche Zahl im links gescreenten Artikel unglaublich hoch. Wiederum ist es danach aber wirklich kein Wunder, dass ich immer weniger Fellträger/innen zu Gesicht bekomme. Für lebende Tiere gibt es eben keine Medaillen!
Und ich bin mir sehr sicher, dass die Zahl der wirklich geschossenen Tiere um Einiges höher ist. Es fehlen in der Liste Katzen und Hunde. Und geschützte Tiere, die man versehentlich abschoss, weil der Tiermörder nicht gut zu Fuß oder Auge war, werden sicherlich zur Dunkelziffer. Oder unseren Steinburgern Knallern passiert sowas nicht. Waidmannsheil – heil kühne Jägerschaft.
(Artikel aus Norddeutscher Rundschau 16.05.09 – ePaper Version)
Wie man schon am 1.5. unter den Polizeinachrichten auf iziz.de lesen konnte. wurde Itzehoe an jenem Tag von brauner Flut, korrekt auch Nazis genannt, heimgesucht. Ich habe nun ein Video dazu gefunden, das etwas mehr Verbreitung im regionalen Internet verdient. Hier ist es – zur Erinnerung und zum Überlwerden.
Wer demnächst wie gewohnt die Filiale seiner Sparkasse betritt, sollte schauen, ob da nicht irgendwo ein rotes Mini-Poster an der Wand hängt. Das sieht dann so aus wie hier in der Filiale Sude-West an der Lindenstraße.
Die Freude wird groß sein, denn alles wird besser, wenn man dem Text glaubt. Das geschieht mittels Schließen der Filiale … Die Angestellten haben von dieser Maßnahme auch erst einen Tag vor Veröffentlichung in der Rundschau erfahren. Also bitte nicht als Kunde meckern, wenn man vor Betreten der Bank noch ahnungslos ist. Wird doch alles besser!
Für zu Hause zum Nachlesen, hier ein Foto. Es handelt sich nicht um “das Satirebild der Woche”!
Ja, wirklich gut gemacht: Zum 1. April wurden seitens der Stadtwerke Itzehoe die Preise für Gas gesenkt – nach geschätzten drei Erhöhungen in 2008. Folge der Senkung: Nun ist der Frühling da und die Heizung fährt runter. Die Sonne scheint in die Räume, es muss weniger geheizt werden. Ist so ähnlich, wie mit dem Fensterputzen – sind die mal wieder sauber beginnt es zu regnen. Weitsicht ist also der zweite Name unseres heimischen Gasversorgers, denn nach den letzten Erhöhungen wurde es draussen kalt, und die jetzige Preissenkung wurde schon Anfang Februar mitgeteilt!
Als weitsichtig empfinde ich auch, dass man den Kunden eine Rufnummer mitteilt, unter der sie den Zählerstand zum Stichtag mitteilen können, denn sonst wird geschätzt. Auf Schätzungen lass ich mich ungerne ein, zumal ich einiges zur Energieeinsparung unternommen habe. Also habe ich mit ein paar Zahlen auf einem Zettel am 1. April die angegebene Nummer gewählt. Und war prompt sauer. Da bittet mich eine weibliche Playback-Stimme eine Zahl zwischen 1 und 4 zu drücken: Geht es darum, drücken sie die 1 … oder wenn es … die 2 … oder die 3 usw. Für mein Anliegen war nichts dabei. Also landete ich in der Vermittlung. Die war erst nicht anwesend (”tuuut tuuut tuuut”), und beim nächsten Versuch wurde ich wegen Beschäftigung aller Mitarbeiter gebeten später wieder anzurufen.
Ich habe dann gemailt. Ich weiß nicht, ob meine Zahlen dort angekommen sind, denn eine Bestätigung gibt es wohl nicht.
Vorschlag: Nächstes Mal eine Nummer angeben, die nur für die Annahme von Zählerständen gedacht ist. Und jemanden zum Abnehmen des Hörers hinsetzen. Kann man doch als Jahrezehnte treuer Kunde wünschen, oder?! Sonst klappt es ja eigentlich auch immer ganz prima, wenn man mal eine Frage dort hat – das, um de Gerechtigkeit wegen noch schnell was ausgleichend Positives anzumerken …
Seit Tagen grübeln die Anwohner der A23 in Itzehoe, warum für den Ausbau einer dreispurigen – und somit unvollkommenden – Autobahn zu einer richtigen vierspurigen Strecke so viele Bäume und Sträucher gefällt wurden, als sollte die Bahn auf mindestens acht Spuren erweitert werden. Magazini hat ermittelt, was wirklich an diesem Abschnitt der Strecke entsteht! (weiterlesen…)
Überall im Bereich von Wald, Feldern und Gärten konnte man in den letzten Wochen das widerliche Gebrumme von Kettensägen hören. Mal wieder wurde auch im Wald zwischen Tegelhörn und Edendorf ganze Kahlschlagarbeit geleistet, wie unzählige Baumstammsammlungen zeigen. Ein Bild – schon vor Wochen dort aufgenommen – zeigt, wie wald-unfreundlich das Ergebnis ausschaut: Hier wurde aus einem versteckt liegendem, bezauberndem Waldstück ein Gründesaster “gezaubert” …
Vor fast zwei Jahren (29.05.07) wurde auf http://www.bild-wand.de/?p=64 über Jahre währendes wildes Parken vor Opel Koch in Itzehoe-Sude berichtet . Der Bürgermeister wurde am 14.06.07 hierüber informiert. Er antwortete “die Fußgängernutzung in der Dorfstraße lasse ich zurzeit prüfen”. Eine weitere Antwort über das Ergebnis wurde nie gegeben. Entweder interessiert es dort nicht, oder man toleriert es, weil man es sich mit dem Händler nicht verderben mag. Möglicherweise geht auch hier das Interesse des wirtschaftlich Stärkeren vor, denn Benachteiligte dieses Fußweg-Parkens sind meist Schüler/innen der Hauptschule um die Ecke, die den Weg nicht entsprechend seiner Bestimmung benutzen können.
Auch 2009 wird weitergeparkt! Und nicht grad weniger als seinerzeit, wie die jetzt gemachten Aufnahmen belegen.
Der Eine lächelt schön länger. der Andere beginnt damit. Der Eine ist Stadtmanager W. Helms, der Andere der frische Center-Manager vom Holstein-Center. Beide sind frohen Mutes, wenn es darum geht Zukunftsgedanken bezüglich Ihres Arbeitsbereiches kundzutun.
Egal ob die Zukunft von Hertie auf Messers Schneide steht oder in der langjährigen 1A Lage Itzehoes (Karstadt – HC) mehr leere Geschäfte als interessante Läden zu finden sind, unser Stadtmanager sieht nicht schwarz. Schlechte Stimmung wird ausreichend anderso verbreitet. Und so strahlt Helms stets – versucht sympathisch lächelnd – in die Kamera der Itzehoer Rundschau und gibt Positiv-Statements zur Lage der Itzehoer Geschäftswelt ab.
Allerdings empfindet man als Aboleser dieses Lächeln schon als leicht gequält, weil es ein Standardlächeln geworden ist. Ein irreales Lächeln, denn als Stadtmanager wird H. nicht dumm sein und die Wahrheit wissen: Nichts wird bessser. Die gegenwärtige Entwicklung mit immer mehr Leerständen in der Innenstadt, wird nicht vor diesem Lächeln Halt machen, denn sie begann bereits in wirtschaftlich rosigeren Zeiten. Helms ist dermaßen positiv gestimmt, dass er der Zeitung gegenüber meint, dass nach dem gefürchteten und bislang nicht abgewendeten Hertie-Verlust sich sicher ein Interessent für die Immobilie finden wird, denn die Objekt-Lage sei gut. Tatsache aber ist, dass auf der Ecke des Kaufhauses ansonsten kaum ein weiteres Einkaufserlebnis stattfindet und auch zwischen Center und Hertie sieht es täglich trostloser aus. Die 1A Lage war mal, wie das Holstein-Center auf dem Foto. (weiterlesen…)
Wohl jede Itzehoerin und jeder Itzehoer weiß, dass die A23 bei Itzehoe zu einer vierspurigen Strecke ausgebaut wird. Am offensichtlichsten wird das am gigantischen Brückenbau über die Stör. Man fährt oft daran vorbei. Und die meisten Fahrer freut es, dass irgendwann der Verkehr ohne blöde Staus und doofe Überholverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 60-80 Km/h fließen wird. Viele A23 Umleitungsstrassen-Anwohner freuen sich auch, wenn an schönen Sommertagen nicht der Zuviel-Verkehr durch ganz Itzehoe geleitet wird. Aber auch das ist damit verbunden … (Klick auf Foto für Zoom!)
Jetzt kommt der Ausbau immer mehr gen Itzehoe-Nord. Und auf diesem von Wald, Wiesen und Knicks eingebetteten Teil der Bahn kann man sehen, was nun passiert bzw. passsieren wird. Das Grün kommt entweder ganz weg oder Flächen werden arg dezimiert. Die A23 kommt näher an Siedlungen und Menschen. Die A23 ist der Ökokiller schlechthin. Ökologisch denkende Mitmenschen haben sich damals gegen den Ausbau der A23 gen Heide ausgesprochen und eine Zunahme des Verkehrs prognostiziert. Tja, es ist so eingetreten inklusive Staus und allem, was dazugehört.
Freie Fahrt, aber weniger Lebensraum für die Mitbewohner aus dem Tierreich. So war’s schon immer und daran wird sich anscheinend nichts mehr ändern. Bis zum Kollaps …