Etwas untergegangen in den Medien ist die diesjährige Verleihung des Big Brother Awards in Deutschland. Hat nichts mit der Fernsehshow zu tun! Mit dem Negativpreis werden alljährlich jene Personen, Institutionen, Behörden und Firmen ausgezeichnet, die sich im Feld der Überwachung, Kontrolle und Bevormundung ganz besonders verdient gemacht haben. Die “Preisträger” wurden am 16.Oktober verkündet. In Deutschland fand diese Veranstaltung zum 10. Mal statt. Auch in Österreich, der Schweiz und Großbritannien gibt es den Award.
Lange Rede … wir wollen jetzt mal die Preisträger schriftlich festhalten!
Sport: Berliner Organisationskomitee der Leichtathletik-WM Der BigBrotherAward 2009 in der Kategorie „Sport“ geht an das Berliner Organisationskomitee der Leichtathletik-WM. Es wird ausgezeichnet für sein Verlangen gegenüber Journalisten, dass diese Zustimmung geben zu einer umfassenden Überprüfung ihrer persönlichen Daten durch die Sicherheitsbehörden. Damit hat es unter einem nur schlecht getarnten Deckmäntelchen namens Sicherheit ein erhebliches Vergehen an einem Grundwert eines freiheitlichen Staatswesens, nämlich der Pressefreiheit, begangen.
Arbeitswelt: überwachende Unternehmen, in Stellvertretung: Claas GmbH (weiterlesen…)
Eine Mio. Kinder sitzen weltweit in Gefängnissen. Mehr als die Hälfte davon hatte zuvor kein Gerichtsverfahren und viele haben gar kein Verbrechen begangen. Das zeigt der Bericht ‘Progress for Children’ der Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen UNICEF , der gestern in Tokio präsentiert wurde. In dieser ersten weltweiten Bestandsaufnahme zu Verletzungen der Kinderrechte wird deutlich, in welchem Ausmaß die Menschenrechte von Kindern eingeschränkt werden. Viele leiden unter körperlicher und psychologischer Gewalt, deren Folgen oft weitreichend oder nicht mehr gut zu machen sind.
Der Bericht gibt einen guten Einblick, in welcher Bandbreite Kinderrechte weltweit in extremer Form verletzt werden. 150 Mio. Kinder unter 15 Jahren konnten 2007 die Schule nicht besuchen, da sie arbeiten gehen müssen. 51 Mio. Kinder, darunter besonders Kinder in Ländern des südlichen Afrikas wie Somalia und Liberia, werden jährlich bei der Geburt nicht registriert, was die Chancen auf einen späteren Schulplatz senkt und schutzlos gegenüber krimineller Ausbeutung macht. Über 18 Mio. Kinder wachsen in Familien auf, die durch Kriege oder Katastrophen vertrieben wurden. Bestimmte Probleme betreffen besonders Mädchen. In mindestens 29 Ländern wird die weibliche Genitalverstümmelung noch immer praktiziert und jedes dritte Mädchen in Entwicklungsländern wird als Kind verheiratet. (weiterlesen…)
Fast zu wenig wurde diese Tage an den von den Deutschen begonnenen II. Weltkrieg gedacht. Am 01.09.1939 begann ein mörderisches Treiben mit unzähligen Millionen Menschen.
Interessante Berichte dazu liefert die ARD auf einer Sonderseite: www.tagesschau.de/
Leider sind scheinbar viele der Leugner deutscher Verbrechen nicht lesefähig. Wer jedoch vor einer Infizierung steht, sollte besser nachlesen.
Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls hat die Deutsche Welle in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Mauer ein einzigartiges Projekt verwirklicht: eine Animation der ehemaligen Grenzanlagen.
Die Animation ist Teil der DVD “Eingemauert! – Wie die innerdeutsche Grenze wirklich war”, die im DW-Store oder bei der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße erworben werden kann.
Mal wieder müssen wir unser hirn mit neuen Begriffen konfrontieren – Lebensmittelimitat ist einer davon. Seit Tagen lesen wir Worte wie Analogkäse oder erfahren, dass es Schokolade ohne Schokolade gibt. Nachdem wir schon beim Einkauf sekunden- bis minutenlang Angaben zu Fettanteil oder das Mindesthaltbarkeitsdatum suchen müssen, dürfen wir uns nun weitere Dinge durchlesen und sollten Listen zweifelhafter Produkte im Kopf haben usw. usf. Es dauert nicht mehr lange, bis wir beim Einkaufen alle irre werden und die doppelte Zeit im Laden verbringen müssen. Einfach zum Kotzen – womit das Problem eingeführter Ekelware allerdings gleich gelöst wäre.
Wen das Thema interessiert und wer mehr erfahren möchte, dem seien folgende Links/Seiten empfohlen:
“Verbraucherschützer prangern Lebensmittel-Imitate an” – gesundheit.de
“Verbrauchertäuschung durch Schinken-Imitate” bei konsumo.de
“Schinken – wie Verbraucher Imitate erkennen können” – konsumo.de
“Verbrauchertäuschung durch Käse-Imitate” – konsumo.de
“Verbraucherschützer decken Lebensmittel-Tricksereien auf” – Spiegel
“Imitat-Liste der Verbraucherzentrale Hamburg” – P D F
“Liste mit Nepp-Käse Produkten” der Verbraucherzentrale Hamburg - P D F
Viele weitere Infos – und nicht nur zu diesem neuen Ekelthema – sind nachzulesen bei Foodwatch.de!
Manchmal stolpert man über Artikel, bei deren Durchlesen sich die Nackenhaare senkrecht stellen. Man liest sie irgendwo ein Mal, anderswo sind sie kein Thema. Oft ist Hintergrund der Schweigsamkeit unserer Medien reines Geldverdien-Interesse. Da bleibt schon mal die moralische Verpflichtung objektiv zu berichten auf der Strecke. Der subjektiv orientierte Umgang mit Information sieht dann so aus, dass sie einfach mal unveröffentlicht bleibt. Denn, ist ein Unternehmen betroffen, dass regelmäßig Werbung in einem Blatt schaltet, kann ein Bericht über skandalöses Verhalten schon mal dazu führen, dass der Werbekunde verloren geht.
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass in meiner Norddeutschen Rundschau vom SHZ irgendwas darüber berichtet wurde, dass bei Lidl, KiK und anderswo angebotene Klamotten unter unzumutbaren Bedingungen gefertigt werden. Ende November 2008 titelte Spiegel-Online “Warum die Jeans von Lidl und Co. so billig sind” und antworte im Eingangskapitel:
Hohe Gewinne mit Niedrigpreisen: Discounter wie Lidl und Kik lassen ihr Textilsortiment vor allem in Bangladesch produzieren – und kümmern sich wenig um die Arbeitsbedingungen. Die verstoßen massiv gegen internationale Sozialstandards, zeigt eine Untersuchung.
Aber wen interessiert es schon bei uns, dass Menschen für 30-50 Euro Monatslohn täglich von 8 bis 22 Uhr arbeiten müssen, damit unser Lebensstandard sich verbessert? (weiterlesen…)
Um den Jahreswechsel 08/09 herum erinnerten die Medien an die Schneekatastrophe vor 30 Jahren. Diese Tage, wo im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich mehr Schnee fällt, lebt diese Erinnerung deutlicher auf – vorrausgesetzt man ist ein Ü30 Typ.
Zur visuellen Auffrischung ein kleines Info-Video!
Für mich ist das ein richtig starkes Merkbild, denn dadurch, dass die Katastrophe nicht Anfang Januar endete, sondern der Schnee auch im Februar sein böses Gesicht zeigte, fand ich die Liebe meines Lebens. Ich danke also ausnahmsweise mal dem Himmel, denke dabei aber an Frau Holle.
Für Schneekatastrophenbegeisterte gibt es jetzt noch ein paar Links oben drauf (Dank an Guido Schümann für seine Arbeit!):
Eigentlich beinhaltet Magazini Themen zu Politik, Umwelt, Religion, Itzehoe. Wie passt da denn Nutella rein? Weil es zumindest drei Themenbereiche berührt.
Ich habe das Produkt “Nutella to go” erstmals bei SKY Itzehoe in der Edendorfer Str. an der Kasse gesehen. Und beim Betrachten der Verpackung wurde mir speihübel. Dachte ich doch an Pommes mit Schokolade. Andere mögen bei dem braunen Brei an Schlimmeres denken! In Kinderaugenhöhe platziert betrachte ich das als visuelle Umweltverschmutzung für die Kleinen oder für die Eltern, die auf ordentliche Ernährung ihrer Lütten bedacht sind.
Immerhin sind hier 24% Fett drin (siehe hier) – obwohl: im normalen Nutella sind’s 30% Fett (siehe hier). Und Fett macht – na was wohl? – fett eben. Denke ich also an all die dicken Kinder und Jugendlichen, die jetzt schon Großraumlimousinen brauchen, um ungequetscht zur Schule gefahren werden zu können. Mit “Nutella to go” werden es sicher nicht weniger (auch wenn natürlich nicht Nutella an allem Übergewicht schuld ist!).
Kaum zu glauben, aber wirklich wahr. Die Welt ist Bush jr. los. Und die USA haben die Angst vor Schwarz verloren. Barack Obama heißt der 44. US-Präsident.