Wer demnächst wie gewohnt die Filiale seiner Sparkasse betritt, sollte schauen, ob da nicht irgendwo ein rotes Mini-Poster an der Wand hängt. Das sieht dann so aus wie hier in der Filiale Sude-West an der Lindenstraße.
Die Freude wird groß sein, denn alles wird besser, wenn man dem Text glaubt. Das geschieht mittels Schließen der Filiale … Die Angestellten haben von dieser Maßnahme auch erst einen Tag vor Veröffentlichung in der Rundschau erfahren. Also bitte nicht als Kunde meckern, wenn man vor Betreten der Bank noch ahnungslos ist. Wird doch alles besser!
Für zu Hause zum Nachlesen, hier ein Foto. Es handelt sich nicht um “das Satirebild der Woche”!
Schlimme Nachrichten aus aller Welt – beinahe täglich. Schwachsinn am laufenden Band aus dem Regierungsbunker Berlin. Aber auch die Itzehoer Politik liefert Schwachsinn pur: Wenzel-Hablik Fankult, A23 Kritiklosigkeit, ein umweltfeindliches Klinikum, Ideenlosigkeit … und so weiter und so fort.
Man könnte fast täglich unzählige Zeilen über diese oder jene Hirnlosigkeit kleiner und großer Machthaber vom Stapel lassen. Allerdings hat die Frequenz, mit der solch “anregende” Meldungen uns Bürger/innen erreichen ein Maß angenommen, dass ein Gefühl der Hilflosigkeit entsteht, weil man sich dem Schwachsinn machtlos ausgeliefert sieht.
Ich – mal so als Beispielbürger – habe in 2009 bereits jetzt so viel gehört und gelesen, was mich aufregt, nervt und manchmal gar militante Denkspiele auslöst (Theorie!!! Denn Gewalt ist widerlich!), dass ich das Gefühl habe, das Jahr müsste schon um sein. Da spielt auch das Wetter eine Rolle. Die letzten Wochen war soviel Sonnenschein, dass ich den April schon mit dem Juli verwechselte.
Und der Rest des Jahres ist in der Tat unwichtig, was die Wahl des Wortes (oder heißt es Unwort?) dieses Jahres 2009 anbelangt. Es steht fest und heißt Abwrackprämie.
Abwrackprämie oder schöngetextet von Angie & Co. als “Umweltprämie”. Ein Werk Wahnsinniger. Wahnsinniger Geldverschleuderer. Am Ende werden es (nach Aufstockung des Erstbetrages) 5 Milliarden Euro sein, die später für wichtigere Aufgaben fehlen werden.
Was gibt es Wichtigeres als die Automobilindustrie in Deutschland? So ist Widerspruch deutschlandfeindlich – oder so was in diese Richtung. Allerdings, ist der letzte Cent ausbezahlt, geht es mit der Autoindustrie richtig abwärts. Denn wer kauft dann noch Autos?
Egal, 2009 ist Wahljahr – da gibt es Geschenke. nach uns, äh nach den Wahlen … ist noch sooo lange hin. (So betrachtet ist 2009 doch noch nicht vorbei …)
Nun ja – also: Das Unwort 2009 halten wir auf jeden Fall schon mal fest! Und daher auch schon jetzt das Video zum Wort 2009 …
Ja, wirklich gut gemacht: Zum 1. April wurden seitens der Stadtwerke Itzehoe die Preise für Gas gesenkt – nach geschätzten drei Erhöhungen in 2008. Folge der Senkung: Nun ist der Frühling da und die Heizung fährt runter. Die Sonne scheint in die Räume, es muss weniger geheizt werden. Ist so ähnlich, wie mit dem Fensterputzen – sind die mal wieder sauber beginnt es zu regnen. Weitsicht ist also der zweite Name unseres heimischen Gasversorgers, denn nach den letzten Erhöhungen wurde es draussen kalt, und die jetzige Preissenkung wurde schon Anfang Februar mitgeteilt!
Als weitsichtig empfinde ich auch, dass man den Kunden eine Rufnummer mitteilt, unter der sie den Zählerstand zum Stichtag mitteilen können, denn sonst wird geschätzt. Auf Schätzungen lass ich mich ungerne ein, zumal ich einiges zur Energieeinsparung unternommen habe. Also habe ich mit ein paar Zahlen auf einem Zettel am 1. April die angegebene Nummer gewählt. Und war prompt sauer. Da bittet mich eine weibliche Playback-Stimme eine Zahl zwischen 1 und 4 zu drücken: Geht es darum, drücken sie die 1 … oder wenn es … die 2 … oder die 3 usw. Für mein Anliegen war nichts dabei. Also landete ich in der Vermittlung. Die war erst nicht anwesend (”tuuut tuuut tuuut”), und beim nächsten Versuch wurde ich wegen Beschäftigung aller Mitarbeiter gebeten später wieder anzurufen.
Ich habe dann gemailt. Ich weiß nicht, ob meine Zahlen dort angekommen sind, denn eine Bestätigung gibt es wohl nicht.
Vorschlag: Nächstes Mal eine Nummer angeben, die nur für die Annahme von Zählerständen gedacht ist. Und jemanden zum Abnehmen des Hörers hinsetzen. Kann man doch als Jahrezehnte treuer Kunde wünschen, oder?! Sonst klappt es ja eigentlich auch immer ganz prima, wenn man mal eine Frage dort hat – das, um de Gerechtigkeit wegen noch schnell was ausgleichend Positives anzumerken …
Seit Tagen grübeln die Anwohner der A23 in Itzehoe, warum für den Ausbau einer dreispurigen – und somit unvollkommenden – Autobahn zu einer richtigen vierspurigen Strecke so viele Bäume und Sträucher gefällt wurden, als sollte die Bahn auf mindestens acht Spuren erweitert werden. Magazini hat ermittelt, was wirklich an diesem Abschnitt der Strecke entsteht! (weiterlesen…)
Immer häufiger müssen sich Kindergärten gegen Klagen von Nachbarn wehren, die sich durch das Lachen, Spielen und Weinen von Kindern belästigt fühlen. Nicht immer gewinnen die Kläger – aber in Hamburg zog kürzlich bereits zum zweiten Mal eine Kita den Kürzeren und musste nach Klagen schließen. Das erschwert die Pläne der der Großen Koalition in Berlin, die bis zum Jahr 2013 die Krippen- und Tagespflegeplätze für Kinder unter drei Jahren auf 750.000 verdreifacht haben möchte. Das könnte – wie der Fall des Hamburger Kindergartens “Sterniparkan” zeigt, an Lärmschutzverordnungen oder am Baurecht der Länder scheitern. Da wird Kindergelärme mit Kreissägen verglichen oder Kindergärten mit Gewerbebetrieben gleichsetzt, was den Betrieb in Wohngebieten ausschließt (Quelle: Spiegel Online).
Die Homepage “Kinderinfo.de” meint (unabhängig von dem Kindergartenfall!): “Gesetze und Richter sind zum Glück viel kinderfreundlicher als manche Vermieter, Mitbewohner und Nachbarn wahrhaben wollen” und listet auf, was Kinder alles so dürfen. Auf diesem Rechtsgebiet scheint also die Welt der Kinderfreunde einigermaßen in Ordnung zu sein. Aber die Sache mit den Kindergärten läuft eben anders. Logisch, denn Kinder im Haus sind normal, aber 30 Kinder (oder mehr/weniger) plötzlich auf dem Nachbargrundstück rund fünf Mal die Woche sind anders …
Deshalb wollen Politiker einfach per Gesetz künftig ausschließen, dass Geschrei von Kindern zum Gegenstand von Gerichtsprozessen wird. So die CSU (Quelle: DPA/der Newsticker.de): “Wir wollen gesetzlich klarstellen: Kinderlärm darf kein Grund für Nachbarschaftsklagen gegen Kindergärten, Spielplätze und ähnliche Einrichtungen sein”.
Politiker verschiedener Fraktionen standen auch kopfschüttelnd vor Fernsehkameras, als es um jüngste Anti-Kinderlärm-Urteile ging. Sie mochten kaum das Wort “Kinderlärm” gebrauchen und versuchten dem Zuschauer etwas in der Art zu übermitteln, dass jedes Dezibel von Kindern verursachte Geräusch ein Glücksfall für’s menschliche Ohr sei.
Der aktuell, beinahe verordnete Meinungstrend lautet schlussfolgernd ungefähr so: “Kindergeräusche sind geil – je lauter, desto schöner!” Wer anderer Meinung ist, wird als kinderfeindlich abgestempelt.
Der Konsolidierungsprozess unter den deutschen Drogeriemärkten geht weiter. Die Nummer drei der Branche, Rossmann, übernimmt die Mehrheit am norddeutschen Konkurrenten Kloppenburg, der auf rang sechs liegt.
So (manager-magazin) oder anders las man in den Wirtschaftsmeldungen 2008.
Während mir lange Zeit gar keine Werbung Kloppenburgs in die Hände fiel, fällt sie mir nun jedes Mal heftiger ins Auge. Nicht, weil mich der Inhalt interessieren würde, vielmehr ist es ein Kästchen auf der Vorderseite
So oder anders las man in den Wirtschaftsmeldungen 2008.Während mir lange Zeit gar keine Werbung Kloppenburgs in die Hände fiel, fällt sie mir nun jedes Mal um so heftiger ins Auge. Nicht, weil mich der Inhalt interessieren würde, vielmehr ist es ein Kästchen auf der Vorderseite , oben rechts. “Nur hier bei uns” steht da. Also nicht bei Rossmann, steht ja auch nicht Rossmann drauf. Oder nur in Itzehoe? Jedenfalls in Itzehoe in der Feldschmiede 13! Welcher Itzehoer (weiterlesen…)
Wer ein Haustier besitzt ist normalerweise Stammkunde in einem Laden, in dem Futter, Spielzeug und alles das verkauft wird, was Tier und Halter glücklicher machen. Bei Futter sollte man vergleichbare Sorgfalt walten lassen, wie beim Einkauf für sich selbst. Wer mal eine Doku sah über die Panscherei beispielsweise beim Hundefutter, achtet ab da auf die Zusammensetzung. Aus diesem Grunde lasse ich mir per Post ein Dosenfutter liefern, auf dem eindeutig der Fleischanteil deklariert ist. Der steht in großen Buchstaben auf der Dose und in der Dose sieht es auch so aus, dass man es notfalls dem Hund wegessen kann. Fleisch hat seinen Preis, so dass man gerne für das (farbstoff- und konservierungsstofffreie) Zeugs in der 410 gr. Dose knapp 2 Euro bezahlt. Warum aber Dosen schicken lassen gibt es doch mittlerweile in Itzehoe ein Überangebot an großen Tierbedarfsmärkten? Gedacht und auf ins Fachgeschäft …
Ich habe in zwei Läden versucht, qualitätsmäßig vergleichbares Futter zu erwerben. Und bin gescheitert.
In einen, recht personalintensiven Laden, konnten drei Verkäufer/innen genauso wenig helfen, wie der dauerplappernde Papagei. (weiterlesen…)
Die Hauptfigur dieser Geschichten ist Ted. Die Geschichten kommen zustande, weil Ted einerseits viel denkt / nachdenkt und sie andererseits auch gerne weitererzählt.
Ted, der Nachdenker, wird von Freunden auch Teddy genannt. Weil er zwar manchmal einen rauhen Kern hat, aber generell eine flaumweiche Schale. Ted ist allerdings aus dem Teddy-Alter raus und befindet sich bereits in der zweiten Lebenshälfte. Gerechtigkeitsfanatiker war er schon immer. Mit dem Älterwerden ist’s nicht abgeklungen. Und der arme Ted denkt immer etwas anders als die Masse, hat oft einen eigenwilligen Geschmack – damit muss man als Leser/in klarkommen … Manchmal will er zwar seine Ruhe haben und verrät hier überhaupt rein gar nichts. Manchmal wird er nicht an sich halten können, so groß wird der Zwang sein, Erlebtes über uns zu ergießen. Aber auch ich habe nicht immer Lust auf Ted – daher gibt es hier einige Zeitlücken. Macht nix, besser etwas als gar nichts – oder so.
Germany’s next Top Model 2006 – auch für Bild ein Thema. Hat man doch viele dicke Leser/innen. Da wird ordentlich gestänkert gegen fettlosere Frauen. Ted stänkert gegenan – aber so richtig!
Eine kurze Kurzgeschichte, deren Sinn sich mir nicht erschließt. Eigentlich nur eine Erinnerung an die Zeit, zu der ich selbst noch “normal” einkaufte und den bedarf nicht via Internet deckte. Ansonsten: Muss man nicht lesen …
Ist es eigentlich normal, daß der durchschnittliche Deutsche das Wort Urlaub gleichsetzt mit Reise? Wobei er Reise nicht definiert mit “mal eben um die Ecke fahren”, sondern eher mit Fliegen über ein Gewässer. Irgendwann kommt dann das Ziel. “Was, Du verreist nicht!?” ist eine vielgehörte Frage, wenn man anders handelt. Meist verbunden mit einem mitleidserfüllten Blick. Es fehlt nur noch der Griff zum Portemonaie, um den Nichtverreiser mit einer kleinen Spende den Grundstock für eine Reise im kommenden Jahr zu ermöglichen.
Dieser Akt der Mitmenschlichkeit unterbleibt natürlich, denn wer verreist, braucht jeden Cent selber. Zwar schwärmen die meisten Verreiser laut über das Wie-billig-das-doch-ist, verprassen aber Eingespartes mit Lust am Ziel ihrer Reiseträume. Denn dort gilt es ebenfalls zu überleben. Essen, Getränke, Sightseeing kosten meist extra. Und auch Alternativurlaube im Sinne einiger Reisehungriger kosten – Komasaufen oder fremde Liebesgöttinnen oder -götter fordern finanziellen Tribut.
Wer Zuhause bleibt spart. Und dieses und jenes Ersparte zusammengelegt erlaubt dann schon mal ein wenig Luxus. Was Neues für die Wohnung beispielsweise oder eine Lieblingsklamotte oder oder. Die Konsum-Dauerwunschliste kann also zum Teil abgehakt werden.
Natürlich hat der Konsument dann ein anderes Problem. Neider. “Wie kann der sich das nur leisten?” ist eine weitverbreitete Frage. Meist gestellt von jenen Mitmenschen, denen auf ihrer Reise niemand solch’ dumme Fragen stellt. Oder ist es schlechte Laune? (weiterlesen…)
Beinahe täglich geht es um den Bau irgendwelcher Kohlekraftwerke in und bei Brunsbüttel. Wahre Dreckschleudern will man uns da vor die Tür setzen. Irgendwie “selbst schuld” könnte man annehmen, sind wir doch alle irgendwie Stromverbraucher – und irgendwoher muss die Energie ja kommen.
Aber während unsereins Durchschnitsverdiener sich bemüht, Verbräuche zu senken, wird anderswo Strom mit vollen Händen vergeudet. Brokdorf bekommt eine Eisbahn! Juhu sagen da wohl die Schlittschuhfreunde. Ökologen sagen nix mehr, sie können ja nicht gegen alles anreden. Aber ist das nicht irgendwie “vorgestern”? Sieht so aktiver Kampf für sauberere Umwelt aus? Nein! Gegen Stromvergeuden ist wohl kein Kraut gewachsen. Das fängt in der Lampenabteilung des Baumarktes (schau hier!) an und hört unterm Kufeisen noch lange nicht auf …